| Das Kind im Manne eine Geschichte von Martin, dem sich die Bären anvertrauen Lieber Martin, auch diesmal freue ich mich wahnsinnig, dass sich the first Old-Duckie-Baer Emry Dir anvertraut hat und Du auch seine Geschichte zur Verfügung stellst. DANKE * made by Martin A. Floessner * |

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Erinnert ihr Euch noch an Naoki, der, als er vom Heimweh geplagt war, von dem Gute-Laune-Bären Yoshiki, zu dem Geschichten-Erzähl-Bären gebracht wurde? Nachzulesen auf Patty'S HP: http://www.my-little-miracles.com unter Stories und Naoki's Heimweh. Wir wollen heute mal einer seiner Geschichten, seiner eigenen um genau zu sein, lauschen.„Du bist also der Geschichten-Erzähl–Bär?“, fragte Naoki skeptisch, als er einen recht eigenartigen Bären vorfand. Es war auf der einen Seite ein Jungbär, aber gleichzeitig auch ein Primbär. So etwas hatte er zuvor noch nie gesehen. Embry, so der Name des Geschichten-Erzähl-Bären, sah Naoki’s Skepsis und nickte nur. „Ich denke, ich erzähle dir zunächst einmal eine Geschichte, die bis heute noch nicht in den Büchern der Bibliothek steht, nämlich meine eigene Geschichte.“ Naoki sah ihn erstaunt an, denn soweit er informiert war, standen ausnahmslos alle Geschichten in der Bibliothek. „Wieso steht denn deine Geschichte noch nicht hier?“, unterbrach er Embry bereits in seiner Einleitung. „Nun, obwohl ich ein Prim-Bär bin, bin ich nicht im Ältestenrat. Ich unterrichte im Jungbärengarten (vergleichbar mit dem Kindergarten bei Menschen) und in der übrigen Zeit sitze ich eben hier in der Bibliothek und lese kleinen Bären Geschichten vor. Aus diesem Grunde falle ich im allgemeinen Geschehen des Dorfes nicht weiter auf und so hat unser Geschichtenaufschreiber auch bis dato keine Notiz von mir genommen. Ich dränge mich nun mal nicht so gerne in den Vordergrund.“ Das war jetzt aber sehr mysteriös, denn Naoki wusste sehr gut, dass normalerweise ALLE Prim-Bären im Ältestenrat waren und vor allem es waren wirklich ALTE Bären. Dieser hier hingegen war zwar schmuddelig, aber er war eigentlich mehr ein Jungbär als ein Prim und ausserdem hatte er für einen Sweet-Little-Duckie-Bären eine viel zu grosse Nase. War er hier vielleicht einem Betrüger aufgesessen und die anderen hatten dies nur noch nicht bemerkt? Embry musste schmunzeln, als er seine Gedanken las. Der kleine Naoki war doch recht aufgeweckt. „Ich werde einfach mal mit meiner Geschichte beginnen und dann werden sich deine Fragen schon beantworten. Als ich hier im Dorf ankam, wurde ich von allen ähnlich skeptisch betrachtet, wie von dir. Ich war so dreckig, wie ein Prim-Bär, obwohl ich ein Jungbär war. Das passte nicht und man sagte mir, ich solle mich erst einmal waschen, bevor ich mich ein weiteres Mal vorstellen würde und ausserdem hätten sie obendrein auch noch bemerkt, dass ich eine Fälschung sei, denn meine Nase sei viel zu gross für die eines Sweet-Little-Duckie-Bären. Ich erklärte ihnen dann, dass ich sehr wohl ein Prim-Bär sei und mein Fell daher zu alt und brüchig sei, als dass man es noch einmal waschen könnte. Dass ich auf der anderen Seite auch gleichzeitig ein Jungbär bin, hat einen ganz einfachen Grund. Ein Teddybär wird als Jungbär geboren und wächst im Teddydorf heran. Sobald er adoptiert wird und das Teddydorf verlässt, endet auch seine Wachstumsphase. In meiner Jugendzeit herrschte jedoch auf der ganzen Welt Krieg und auch unser Teddydorf wurde damals beschossen. Ich flüchtete damals, gemeinsam mit meinem Onkel Konrad, aus diesem Dorf, noch bevor ich ausgewachsen war. Da ich noch sehr jung war, konnte ich jedoch nicht so schnell laufen, wie Onkel Konrad und so kam es, dass mich zwei kleine Teile einer Brandbombe an der Nase trafen. Ich kam dann zu einer lieben Teddymama, die sich meiner Nase angenommen hatte. Da es jedoch keinen Stoff gab, mit dem man die Brandlöcher hätte flicken können, hat sie mir die Nase grösser gestickt, so dass die Löcher verdeckt wurden. Als ich dann eines Tages hierher zurückkehrte, waren nicht nur die Zeichen der Zeit deutlich sichtbar, ich hatte im Laufe der Jahre auch jede Menge Lebenserfahrung gesammelt. Trotz alledem war ich aber auch gleichzeitig ein Jungbär geblieben. Der Ältestenrat hatte dann, nachdem sie sich die Geschichte von Konrad haben bestätigen lassen, gleich die Idee gehabt, dass ein Jungbär, der sich logischer Weise perfekt in die anderen Jungbären hineinversetzen kann, der aber gleichzeitig über die Lebenserfahrung eines Prim-Bären verfügt, die ideale Besetzung für den Jungbärengarten sei. Tja, und so bin ich hier gelandet und bin auch gleichzeitig euer Geschichten-Erzähl-Bär.“ ![]() |